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Nach dem erfolgreichen Studienabschluss wartet der sprichwörtliche Ernst des Lebens: Der Einstieg in den Berufsalltag beginnt für viele Studierende oftmals mehr als unvorbereitet. Praktische Aspekte rund um die Bewerbung spielen in vielen Studiengängen eher eine untergeordnete Rolle – wenn sie überhaupt Erwähnung finden. Umso wichtiger ist es, eigeninitiativ zu werden und sich rechtzeitig eine realistische Vorstellung von seinem Wunschberuf zu machen.

Ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Aspekt einer jeden professionellen Bewerbung ist die sogenannte Gehaltsvorstellung. Diese wird von den meisten Firmen ausdrücklich gewünscht – was für Berufseinsteiger mit Uni - oder FH- Abschluss oftmals viele Fragen aufwirft: Wie hoch darf meine Forderung sein, was ist realistisch? Sollte ich meine Gehaltsvorstellungen lieber gering ansetzen, um im Vergleich mit anderen Bewerbern bevorzugt zu werden? Oder signalisiert eine hohe Gehaltsvorstellung Selbstbewusstsein und fachliche Kompetenzen? Pauschale Antworten auf diese Fragen gibt es selbstverständlich nicht. Die Beantwortung ist oft umso schwieriger, weil echte Vergleiche fehlen: Über Gehälter spricht man schließlich zumindest firmenintern nicht. Einen groben Anhaltspunkt können beispielsweise Online Portale mit anonymen Gehaltsvergleichen geben. Hier sieht man nicht nur das aktuelle Monatsgehalt, sondern auch zugehöriges Bundesland, Wochenstundenzahl sowie Berufserfahrung. An Hand dieser Werte lässt sich ein Durchschnittswert errechnen, der der Realität zumindest nahe kommt. Eine Alternative hierzu sind Gehaltsanalysen, welche branchenspezifisch angeboten werden. Diese Analysen sind ebenfalls im Internet zum Teil kostenlos einsehbar. Von Vorteil ist auch, wer selbst persönliche Vertraute in der gewünschten Berufsbranche kennt – und so ganz ungezwungen auch über das Monatsgehalt sprechen kann. Dabei gibt es auch innerhalb der Branche mitunter große Unterscheide beispielsweise zwischen Öffentlichen Trägern und privaten Einrichtungen, zwischen kleinen, mittelständischen oder großen, internationalen Firmen.

Ist ein realistischer Durchschnittswert gefunden, beginnt die Berechnung des eigenen Marktwerts: Was ist die eigene Arbeit wert? Diese Frage beinhaltet selbstverständlich auch die eigene Wertschätzung. Dies bedeutet, dass BewerberInnen mit einer deutlich zu niedrigen Gehaltsvorstellung oftmals gar nicht erst zum Gespräch eingeladen werden – denn ausgeschriebene Stellen sind mit einem ganz bestimmten Budget eingeplant, welches durchaus ausgeschöpft werden sollte. Allzu große Bescheidenheit ist hier fehl am Platze, schließlich zeugt eine realistische Gehaltsvorstellung von einem gesunden Selbstwertgefühl, welches die eigenen Fähigkeiten kennt. Dabei ist die Gehaltsvorstellung für Einsteiger durchaus eine Gratwanderung – übertriebene Forderungen können tatsächlich als so unangemessen empfunden werden, dass auch dieser Bewerber gar nicht erst bis zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

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